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Zuletzt geprüft: Juli 2026 · Digitale Unabhängigkeit

Vendor Lock-in

Vendor Lock-in (Anbieter-Abhängigkeit) beschreibt die Situation, dass du einen Anbieter nicht mehr verlassen kannst, ohne hohe Kosten oder Datenverlust in Kauf zu nehmen: der Baukasten ohne echten Export, das Abo-Tool mit eigenem Format, die Agentur, die Zugänge behält. Lock-in entsteht selten durch Vertrag, meist durch Technik und Bequemlichkeit.

Warum dich das betrifft

Lock-in bemerkt man erst beim Ausstieg: Der Export liefert Datensalat, das Format liest kein anderes Werkzeug, die Domain gehört formal der Agentur. Dann verhandelst du aus der schwächsten Position. Genau deshalb prüfe ich Werkzeuge vor dem Einstieg auf ihren Ausgang: Wie kommen deine Daten wieder raus, und was sind sie dann noch wert?

Die Gegenmittel sind unspektakulär: offene Formate, Open-Source-Fundament, Domain und Hosting auf deinen Namen, dokumentierte Zugänge. Meine Projekte übergebe ich so, dass du jederzeit ohne mich weiterkannst. Das ist kein schlechtes Geschäft, sondern die Basis, auf der man gern zusammenarbeitet.

Was dazugehört und was nicht

Nicht jede Bindung ist böser Lock-in: Jedes Werkzeug hat Wechselkosten, und manchmal ist ein geschlossenes System schlicht das beste für den Job. Entscheidend ist, ob du die Abhängigkeit bewusst eingehst und der Preis des Ausstiegs bekannt ist, bevor du einsteigst.

Was kostet das ehrlich?

Lock-in kostet beim Verlassen: Neuaufbau statt Umzug, doppelte Systeme in der Übergangszeit, verlorene Historie. Bei einer Website reden wir schnell über den Preis eines kompletten Relaunchs. Die Vermeidung kostet dagegen fast nichts: die richtigen Fragen vor der Entscheidung. Genau die stelle ich in der Beratung.

So gehe ich das an: In der Beratung evaluiere ich Werkzeuge immer mit Blick auf den Ausgang: Du sollst bleiben, weil es passt, nicht weil du musst. Creative Consulting →

Quellen