Zuletzt geprüft: Juli 2026 · Design & Marke
Typografie
Typografie ist die Gestaltung von Text: Schriftwahl, Größen, Abstände, Zeilenlängen, Hierarchie. Im Web ist sie das halbe Design, denn gelesen wird fast alles. Gute Web-Typografie heißt: angenehm lesbare Größen (16 Pixel aufwärts), Zeilen von 50 bis 75 Zeichen, klare Hierarchie und ausreichender Kontrast, auf jedem Gerät.
Warum dich das betrifft
Ob eine Seite professionell wirkt, entscheidet zuerst die Typografie, noch vor Farben und Bildern: zu kleine Schrift, graue Textwüsten auf weißem Grund, Zeilen über die volle Bildschirmbreite. All das signalisiert Nachlässigkeit, bevor jemand ein Wort gelesen hat. Umgekehrt trägt eine gut gesetzte Seite auch mit wenigen Gestaltungsmitteln.
Dazu kommen zwei harte Anforderungen: Kontrast ist keine Geschmacksfrage, die WCAG definiert Mindestwerte, die auch das BFSG-Umfeld relevant macht. Und Schriften gehören lokal eingebunden, nicht von Google-Servern geladen, das ist seit der Abmahnwelle Standard. Auf dieser Website läuft die Hausschrift lokal, du siehst sie gerade.
Was kostet das ehrlich?
Gute Typografie kostet Entscheidungen, selten Lizenzen: Es gibt hervorragende freie Schriften, und eine gut eingesetzte Schrift schlägt fünf mittelmäßige. Kostenpflichtige Schriften liegen meist bei einmalig 50 bis 300 € für Web-Lizenzen. In meinen Projekten ist das typografische System Teil der Gestaltung: Größen, Abstände und Hierarchie als klare Regeln, die auch nach der Übergabe halten.
So gehe ich das an: In der visuellen Gestaltung baue ich dir ein typografisches System: lesbar, wiedererkennbar und lokal eingebunden statt abmahnbar. Visuelle Gestaltung →
Quellen
- Interaction Design Foundation: Typography — Grundlagen der Textgestaltung im Interface.
- W3C: WCAG 2.2, Kontrast-Minimum — Die verbindlichen Kontrastwerte für lesbaren Text.

