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Zuletzt geprüft: Juli 2026 · Digitale Unabhängigkeit

Website-Baukasten vs. WordPress

Website-Baukästen wie Wix, Squarespace oder Jimdo und das Open-Source-System WordPress lösen dieselbe Aufgabe auf verschiedene Arten. Der Baukasten ist gemietet: einfach zu starten, aber an den Anbieter gebunden. WordPress gehört dir: flexibel und ausbaufähig, dafür mit mehr Verantwortung. Der Unterschied ist weniger Technik als Besitz: Wem gehört am Ende deine Website?

Warum dich das betrifft

Die Frage kommt in fast jedem Erstgespräch, und ich bin da ehrlich parteiisch: Ich rate meinen Kunden vom Baukasten ab. Nicht weil die Werkzeuge schlecht wären, sondern weil du darin Mieter bleibst. Der Anbieter bestimmt Preise, Funktionen und Grenzen, und je erfolgreicher deine Seite wird, desto teurer wird das nächste Paket. Ein Baukasten-Export ist selten mehr als ein Haufen Texte und Bilder: Wer nach drei Jahren raus will, baut praktisch neu.

Dasselbe Muster gibt es leider auch innerhalb von WordPress: Page-Builder-Ökosysteme, die jede Funktion hinter einer eigenen Paywall verstecken, bis die Website ein Bündel aus Jahres-Abos ist. Diese Abo-Flut möchte ich für meine Kunden nicht. Ich suche die individuell passende Lösung und baue so, dass die Seite dir gehört, mit allen Freiheiten. Gut 40 Prozent aller Websites laufen auf WordPress, gerade weil das Fundament offen ist.

Was dazugehört und was nicht

Ehrlicherweise gibt es Fälle, in denen ein Baukasten passt: wenn du nur eine Visitenkarte im Netz brauchst, alles selbst pflegen willst und dich die Bindung nicht stört. Das sage ich dann auch so. Aufbauen würde ich dir so eine Lösung aber nur auf ausdrücklichen Wunsch und nach genauer Evaluierung. Und umgekehrt gilt: Ein ungepflegtes WordPress ist schlechter als jeder Baukasten, weil es Sicherheitslücken ansammelt. Besitz bringt Verantwortung mit.

Was kostet das ehrlich?

Baukästen liegen bei ca. 10 bis 40 € im Monat, dauerhaft, solange die Seite lebt, plus Aufpreise für Funktionen, die im Paket fehlen. Abo-lastige Page-Builder-Setups kommen schnell auf mehrere hundert Euro Plugin-Abos im Jahr, verteilt auf ein halbes Dutzend Anbieter. Eine individuelle WordPress-Website kostet bei mir i. d. R. 2.500 bis 5.000 € einmalig, dazu Hosting ab ca. 10 € im Monat und Wartung: selbst gemacht oder ab 200 € monatlich in der Begleitung. Dafür gehört dir am Ende etwas.

So gehe ich das an: Ich baue Websites, die dir gehören: WordPress, offene Standards, keine Abo-Flut. Individuell gestaltet und so übergeben, dass du sie selbst pflegen kannst. Webdesign →

Quellen